Das Thema kurz und kompakt
DachdÀmmen und bis zu 30 % Energiesparen
Die DachdĂ€mmung ist eine der effizientesten EnergieeinsparungsmaĂnahmen, die im Winter ebenso nĂŒtzlich sind wie im Sommer. Durch richtige DĂ€mmung wird das Wohnklima angenehm und konstant gehalten, wĂ€hrend sich ĂŒber das ganze Jahr die Heiz- und Stromkosten reduzieren. Die meisten DĂ€mmmaĂnahmen sind dann lohnenswert, wenn andere Instandhaltungsarbeiten bereits in der Planung sind.Â
Welche Dacharten unterscheidet man?Â
FĂŒr die DĂ€mmung des Dachs gibt es verschiedene, geeignete Methoden und DĂ€mmmaterialien. GrundsĂ€tzlich gibt es zwei Dacharten, die sich in Deutschland durchgesetzt haben: Steil- und FlachdĂ€cher.
Steildach
SteildĂ€cher haben eine Neigung von mehr als 5 Grad und der Dachstuhl wird in der Regel aus Sparren gefertigt. Benannt sind diese nach den Holzbalken, die die Dacheindeckung tragen. FĂŒr die DĂ€mmung von SteildĂ€chern gibt es verschiedene Möglichkeiten:Â
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Flachdach
FlachdĂ€cher sind um höchstens 5 Grad geneigt. Die DĂ€mmung eines Flachdachs gilt ausschlieĂlich dem Schutz vor KĂ€lte und Hitze. Generell werden diese DĂ€cher nur dann von auĂen gedĂ€mmt, wenn sie undicht geworden sind. Andernfalls werden Flachdachkonstruktionen von innen angebracht. Auch hier gibt es drei Möglichkeiten zu dĂ€mmen:Â
- Kaltdach,Â
- WarmdachÂ
- und Umkehrdach.
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KaltdĂ€cher haben einen Abstand von bis zu 15 cm zwischen DĂ€mmung und Dachabdichtung zur Luftzirkulation. Bei weniger Abstand handelt es sich um ein Warmdach, weswegen sorgfĂ€ltig auf eine Feuchtigkeitsabdichtung geachtet werden muss. FĂŒr UmkehrdĂ€cher wird die DĂ€mmschicht auf die Dachabdichtung angebracht und von oben verstĂ€rkt.
Experten-Tipp: Kombinieren Sie eine Dachsanierung mit Photovoltaik und sichern Sie sich doppelte Vorteile. Durch die gleichzeitige Installation einer Photovoltaikanlage auf Ihrem gedĂ€mmten Dach maximieren Sie die Energieeffizienz und senken Ihre Energiekosten nachhaltig. Nutzen Sie die aktuellen staatlichen Förderprogramme fĂŒr beide MaĂnahmen und profitieren Sie langfristig von einer schnelleren Amortisation. Auch auf einem Flachdach ist eine PV-Anlage problemlos möglich.
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Was spare ich durch die DĂ€mmung des Dachs?
Mit der DĂ€mmung des Dachs kann der Heizenergiebedarf um bis zu 30 % gesenkt werden. Gerade bei Ă€lteren HĂ€usern gehen etwa 30â35 % der Heizenergie ĂŒber die GebĂ€udehĂŒlle verloren â ein altes Dach zu dĂ€mmen, ist also definitiv sinnvoll.
Soll der Dachboden als zusĂ€tzlicher Wohnraum genutzt werden, lohnt sich eine Kombination aus Dachisolation und Dachausbau. FĂŒr die Nutzung als Stauraum eignet sich hingegen eher die DĂ€mmung der obersten Geschossdecke, da diese etwas gĂŒnstiger ist.
Bei einem gasbeheizten Einfamilienhaus, das in den 1980er-Jahren gebaut wurde und etwa 110 mÂČ WohnflĂ€che hat, können so bereits mehr als 120 ⏠Heizkosten jĂ€hrlich eingespart werden. FĂŒr ein durchschnittliches Mehrfamilienhaus mit ca. 800 mÂČ WohnflĂ€che sind es sogar mehr als 800 âŹ.
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âEine beispielhafte AufschlĂŒsselung der Heizkosten zeigt ca. 2.500 ⏠Ersparnis nach 20 Jahren. Die genaue Amortisationszeit lĂ€sst sich individuell im Rahmen unserer Energieberatung feststellen.
Methoden und Kosten einer DachdÀmmung im Vergleich
GebĂ€ude und Bauweisen sind so individuell wie ihre Bewohner. Deswegen gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, um ein Dach zu dĂ€mmen. Bei NachrĂŒstungen muss fĂŒr eine komplette DachdĂ€mmung inklusive DĂ€mmstoff und Montage mit einem Kostenpunkt zwischen 40 ⏠und 250 ⏠pro mÂČ gerechnet werden. Diese groĂe Preisspanne entsteht durch die unterschiedlichen DĂ€mmmaterialien und -arten sowie dem jeweiligen Montageaufwand des Daches.
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FlachdachdÀmmungen
FlachdachdĂ€mmungen mĂŒssen Temperaturschwankungen, NiederschlĂ€gen, Wind und mechanischen Belastungen standhalten. Insbesondere die intensive Nutzung des Dachs ist eine groĂe Herausforderung. Dies ist beispielsweise bei der Verwendung als GrĂŒndach der Fall. FlachdĂ€cher sollten daher immer fachgerecht und dicht montiert werden. Die DĂ€mmung besteht meist aus DĂ€mmplatten, die sich unkompliziert an der vorhandenen Struktur anbringen lassen. GrundsĂ€tzlich belaufen sich die Kosten auf etwa 240 ⏠pro mÂČ â fĂŒr komplexere FlachdĂ€cher oder höhere Anforderungen an Material und DĂ€mmstĂ€rke kann der Preis auch bei 300 ⏠pro mÂČ liegen.
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EinblasdÀmmung
EinblasdĂ€mmungen werden fĂŒr HohlrĂ€ume genutzt und auch als KerndĂ€mmung bezeichnet. Die Sparren der DachschrĂ€ge werden dabei verkleidet und dann mit EinblasdĂ€mmung gefĂŒllt. Sie ist sehr zeit- und kostensparend: Bereits ab 60 ⏠pro mÂČ kann EinblasdĂ€mmung verwendet werden. Das Ă€uĂere Erscheinungsbild des Dachs bleibt erhalten. Technisch betrachtet ist die EinblasdĂ€mmung eine Zwischen- bzw. UntersparrendĂ€mmung.
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AufsparrendĂ€mmung bzw. AuĂendĂ€mmung
AufsparrendĂ€mmung wird von auĂen angebracht und ist dadurch die kostenintensivste und aufwendigste DĂ€mmart. Um sie richtig durchzufĂŒhren, muss das Dach abgedeckt und neu gedeckt werden. Die DĂ€mmung wird dann unter die Dacheindeckung von auĂen auf die Holzsparren montiert. Daher bietet sich diese Variante nur an, wenn das Dach generell saniert werden soll. Dennoch ist die AufsparrendĂ€mmung energetisch am effektivsten und schrĂ€nkt den nutzbaren Raum auf dem Dachboden nicht ein. Sie wird auf der vorhandenen Dachkonstruktion installiert und kostet etwa 320 ⏠pro mÂČ.
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ZwischensparrendÀmmung
ZwischensparrendĂ€mmung ist eine DachinnendĂ€mmung und bietet eine gute Alternative, wenn die Raumhöhe durch die DĂ€mmung unverĂ€ndert bleiben soll. Die DĂ€mmung wird dabei zugeschnitten und von innen zwischen die Dachsparren gesteckt. Die Zwischensparren werden dabei nicht einzeln gedĂ€mmt, wodurch sich die gesamte DĂ€mmwirkung etwas verschlechtert. Um dies auszugleichen, muss entweder mehr DĂ€mmstoff verwendet oder mit einer UntersparrendĂ€mmung kombiniert werden. Die einzuplanenden Kosten belaufen sich auf ungefĂ€hr 160 ⏠pro mÂČ.
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UntersparrendÀmmung
UntersparrendĂ€mmung wird von der Innenseite auf die Sparren angebracht. So werden WĂ€rmebrĂŒcken im Sparrenbereich ausgeglichen. Gerade bei Altbauten, deren SparrenstĂ€rke einer ZwischensparrendĂ€mmung meist nicht genug Platz bietet, ist eine zusĂ€tzliche UntersparrendĂ€mmung sinnvoll, um den erforderlichen U-Wert zu erreichen. In diesen FĂ€llen wird das Dach also doppelt gedĂ€mmt. Insgesamt sind mit etwa 130 ⏠pro mÂČ zu rechnen.
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SonderfÀlle bei der DachdÀmmung
Verschiedene DĂ€cher haben verschiedene Anforderungen. Es gibt einige SonderfĂ€lle bei der DachdĂ€mmung â soll der Spitzboden nicht als Wohnraum genutzt werden, eignet sich die DĂ€mmung der obersten Geschossdecke. Auch wetter- und jahreszeitabhĂ€ngige AuĂeneinwirkungen sollten bei den VorĂŒberlegungen einbezogen werden.
- Das Dachgeschoss mit einem Hitzeschutz auszurĂŒsten ist in jedem Fall ratsam, damit sich der Wohnraum im Sommer nicht aufheizt. Die Wahl des richtigen DĂ€mmstoffs, der sowohl im Winter als auch im Sommer gute Arbeit leistet, ist dabei essenziell. Mineralwolle beispielsweise isoliert gut gegen KĂ€lte, lĂ€sst WĂ€rme allerdings ungehindert durch. Deswegen werden oft Kombinationen aus DĂ€mmstoffen verwendet und eine dicke Schicht Mineralwolle um eine dĂŒnnere Schicht Zellulose ergĂ€nzt, welches auch im Sommer wirksam ist.
- DachdĂ€mmung kann einen Schallschutz von bis zu 51 Dezibel bieten. AufsparrendĂ€mmungen aus Holzfaser-DĂ€mmstoffen sind diesbezĂŒglich am wirksamsten: Sie schĂŒtzen vor LĂ€rm von auĂen und dĂ€mmen Luftschall.
- Soll der Dachboden lediglich als Stauraum genutzt werden, ist die DÀmmung der obersten Geschossdecke sinnvoller und preiswerter. So bleibt der Wohnraum wÀrmegedÀmmt und der Immobilienwert steigt.
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Gibt es eine Pflicht zur DachdÀmmung?
Im GebĂ€udeenergiegesetz (GEG) ist ein vorgeschriebener WĂ€rmedurchgangskoeffizient von höchstens 0,24 W/(mÂČK) angegeben. Dieser gilt hauptsĂ€chlich fĂŒr HĂ€user, die nach dem 01.02.2002 erworben wurden oder einer Sanierung am Dach unterzogen werden. Im GEG ist namentlich allerdings nur die DĂ€mmung der obersten Geschossdecke vorgeschrieben, welche grundsĂ€tzlich lohnenswert ist.
Des Weiteren schreibt das GEG die DÀmmung von Dach und oberster Geschossdecke sowie die Isolierung der Fassade vor, wenn mehr als 10 % der FlÀche erneuert werden.
Weitere Details zur DÀmmpflicht von WohngebÀuden finden Sie hier.
Bis zu 12.000 ⏠Zuschuss sichern: Förderungen fĂŒr die DachdĂ€mmung
FĂŒr die DĂ€mmung und Sanierung des Dachs gibt es eine staatliche Förderung von der Bundesförderung fĂŒr effiziente GebĂ€ude (BEG EM), die vom BAFA (Bundesamt fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) ausgezahlt wird. Mit einer Energieberatung können aktuell bis zu 20 % Zuschuss beantragt werden, wobei mindestens 2.000 ⏠Eigeninvestition Voraussetzung sind. Ohne Energieberatung bzw. iSFP belĂ€uft sich die Förderung der BaumaĂnahmen auf 15 %. Die Förderung ist auf 60.000 ⏠pro Wohneinheit und Kalenderjahr begrenzt.
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FĂŒr ganzheitliche Sanierungen können hingegen Förderkredite mit Tilgungszuschuss ĂŒber die KfW (Kreditinstitut fĂŒr Wiederaufbau) beantragt werden
Die Energieberatung, Antragsstellung und PrĂŒfung der MaĂnahmen durch dena-zertifizierte Energieeffizienz-Experten ist grundsĂ€tzlich Bedingung fĂŒr die Fördermittel. Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin mit unseren Energieeffizienz-Experten und sichern Sie sich die maximale Fördersumme!
Voraussetzungen fĂŒr die Förderung: Ein niedriger U-Wert ist entscheidend
Um von den Energieeinsparungen bestmöglich zu profitieren, liegt der zu erreichende U-Wert fĂŒr die Fördermittel sogar noch unter dem vom GEG vorgeschriebenen. FĂŒr eine Förderung durch die BEG darf ein WĂ€rmedurchgangskoeffizient von maximal 0,14 W/mÂČK nicht ĂŒberschritten werden. Der U-Wert gibt an, wie viel WĂ€rme durch ein Bauteil verloren geht. Je kleiner der U-Wert, desto besser sind die DĂ€mmeigenschaften des Bauteils.Â
Unser Angebot fĂŒr Sie
Preise und Förderung
* Zahlung der Gesamtsumme erst nach Antragsstellung.
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** Sie erhalten die Fördersumme nach DurchfĂŒhrung der MaĂnahme ausbezahlt.

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Welche DĂ€mmstoffe kommen infrage?
Die Wahl des DĂ€mmstoffs muss vorrangig auf die gewĂ€hlte DĂ€mmart abgestimmt werden. DĂ€mmmatten werden meistens fĂŒr die ZwischensparrendĂ€mmung genutzt, wĂ€hrend DĂ€mmplatten bei der UntersparrendĂ€mmung verwendet werden. Beide Varianten eignen sich auch fĂŒr die AufsparrendĂ€mmung von auĂen.
Ăkologische DĂ€mmmaterialien wie Holzfasern und Zellulose haben eine deutlich bessere Ăkobilanz als konventionelle DĂ€mmstoffe wie Styropor und Mineralwolle. Holzfasern werden gröĂtenteils als Platten fĂŒr AufsparrendĂ€mmung hergestellt, wĂ€hrend Zellulose in DĂ€mmmatten fĂŒr die InnendĂ€mmung von DĂ€chern geeignet ist.
Extrudiertes Polystyrol (XPS, Styropor) als konventioneller DĂ€mmstoff wird in festen Platten verbaut oder als loses Granulat in EinblasdĂ€mmung gefĂŒllt. Mineralwolle wie Steinwolle oder Glaswolle gibt es in Form von DĂ€mmmatten fĂŒr Zwischen- und UntersparrendĂ€mmung.
Anleitung und Ablauf einer DachdÀmmung
Vor allem die ZwischensparrendĂ€mmung kann grundsĂ€tzlich auch von Heimwerkern durchgefĂŒhrt werden. Aber: Um eine Förderung im Rahmen der BEG zu beantragen, muss eine DachdĂ€mmung von Fachfirmen durchgefĂŒhrt werden.
- DafĂŒr mĂŒssen in den meisten FĂ€llen die Sparren ausgemessen und aufgedoppelt werden, damit die benötigte DĂ€mmstĂ€rke erreicht werden kann.Â
- Als NĂ€chstes kann eine Unterspannfolie fĂŒr die DachdĂ€mmung angebracht werden. Das nachtrĂ€gliche DĂ€mmen des Dachs ist auch ohne Unterspannbahn möglich.Â
- Im nĂ€chsten Schritt wird das DĂ€mmmaterial passend zugeschnitten. Die zugeschnittenen DĂ€mmteile können dann zwischen die Sparren geklemmt werden.Â
Danach muss die Dampfbremsfolie angebracht werden, damit die Feuchtigkeitsbildung verhindert wird. Die Nahtstellen der Dampfbremsfolie verkleben und darĂŒber die Unterkonstruktion anbringen, sodass die DĂ€mmung nicht sichtbar ist.
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Dach dÀmmen: Mythen
Obwohl hĂ€ufig behauptet wird, dass DĂ€mmungen umweltschĂ€dlich sind, die einen höheren Produktionsaufwand als tatsĂ€chlichen Effekt haben, ist die Energieeinsparung einer korrekt montierten DĂ€mmung nachweisbar. Neue DĂ€mmmaterialien sind recycelbar und auf jahrzehntelange Nutzung ausgelegt. So wird ĂŒber die Zeit mehr COâ eingespart, als bei der Herstellung entsteht.
DachdÀmmung: Vor und Nachteile zusammengefasst
DĂ€mmung: bis zu 28.000 ⏠gĂŒnstiger + 20 % Förderung
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