U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient): Definition, Berechnung & Tabelle 2026

Wer seinen U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) kennt, weiß genau, wo sein Haus Energie verliert – und wie viel Förderung er dafür bekommt. Das seit dem 29. Juli 2026 geltende Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) schreibt für sanierte Außenwände einen U-Wert von maximal 0,24 W/(m²K) vor; wer den BEG-Förderwert von 0,20 W/(m²K) erreicht, sichert sich zusätzlich 15 % Zuschuss auf die förderfähigen Kosten. Als Deutschlands größter Energieberater prüfen wir in der kostenlosen digitalen Beratung, welche U-Werte für Ihr Gebäude gelten und wie Sie die maximale Förderung herausholen.

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    Bis zu 85 % weniger Wärmeverlust – das ist möglich, wenn Sie den U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) Ihrer Außenwände von 1,5 auf 0,2 W/(m²K) senken. Diese Kennzahl entscheidet darüber, wie viel Energie durch Wände, Dach und Fenster entweicht – und seit dem 29. Juli 2026 legt das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) die Grenzwerte neu fest. Hier erfahren Sie alles zu Definition, Berechnung, aktuellen Tabellen und Fördervoraussetzungen – und wie Deutschlands größter Energieberater Enter Sie dabei unterstützt.

    Berechnen Sie schnell und einfach den Wärmedurchgangskoeffizienten Ihres Bauteils mit unserem interaktiven Enter U-Wert-Rechner.

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    Oberste GeschossdeckeDecke zum unbeheizten Dachboden
    KellerdeckeDecke über unbeheiztem Keller
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    Stand der technischen Werte: Januar 2025. Enter berät Sie gerne zu Ihren Dämmmaßnahmen und Fördermöglichkeiten.

    Das Thema kurz und kompakt

    Checkmark

    Definition: Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) beschreibt die Wärmedurchlässigkeit eines Bauteils in der Einheit W/(m²K). Ein niedriger U-Wert bedeutet bessere Dämmeigenschaften und geringere Energieverluste.

    Checkmark

    Gesetzliche Vorgaben: Das seit dem 29. Juli 2026 geltende Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) schreibt für verschiedene Bauteile maximale U-Werte vor. So darf eine Außenwand nach der Dämmung einen U-Wert von maximal 0,24 W/(m²K) aufweisen.

    Checkmark

    Förderung: Für die Bewilligung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) müssen noch bessere U-Werte erreicht werden. Die Basisförderung beträgt 15 % der förderfähigen Kosten; mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) sind bei förderfähigen Kosten über 30.000 € bis zu 20 % erreichbar.

    Checkmark

    Auf der sicheren Seite: Enter – Deutschlands größter Energieberater – unterstützt Sie mit einer kostenlosen digitalen Beratung bei der optimalen Planung Ihrer Dämmung und hilft Ihnen, die maximal mögliche Förderung zu sichern. Dabei gewährleisten wir die Einhaltung aller U-Wert-Vorgaben für optimale Energieeinsparungen.

    Was ist der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)? Definition und Berechnung

    Definition: Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärmeenergie pro Sekunde durch einen Quadratmeter Bauteilfläche bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin fließt. Er ist das entscheidende Maß für die Wärmeisolierung eines Bauteils – ob Fassade, Dach, Fenster oder Kellerdecke. Die Einheit lautet Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/(m²K)). Je niedriger der U-Wert, desto weniger Wärme entweicht nach außen.

    Die Formel für den U-Wert lautet: U = 1/(Rsi + Summe RBauteilschichten + Rse). Als Maßeinheit des U-Werts ergibt sich W/(m²K). Die Berechnung erfolgt nach DIN EN ISO 6946 in Verbindung mit DIN 4108-4.

    Wärmeübergangswiderstände Rsi und Rse: Diese Randwiderstände berücksichtigen den Wärmeübergang zwischen Bauteil und Luft. Für horizontalen Wärmestrom (Außenwand) gilt Rsi = 0,13 m²K/W und Rse = 0,04 m²K/W. Für Wärmestrom nach oben (Dach) beträgt Rsi = 0,10 m²K/W, für Wärmestrom nach unten (Boden) Rsi = 0,17 m²K/W.

    Schaubild zur Erklärung des U-Wert

    Praktisches Beispiel zur U-Wert-Berechnung

    Ein ungedämmtes zweischaliges Mauerwerk mit einem U-Wert von 1,5 W/(m²K) und einer Fläche von 100 Quadratmetern verliert bei 20 Grad Temperaturdifferenz (innen 20 °C, außen 0 °C) etwa 3.000 Watt Wärme.

    Nach der Dämmung mit einem U-Wert von 0,2 W/(m²K) reduziert sich der Wärmeverlust auf nur noch 400 Watt – eine Energieeinsparung von über 85 %.

    • Formel zur Berechnung ohne Dämmung: 1,5 W/(m²K) × 100 m² × 20 K = 3.000 Watt
    • Formel zur Berechnung mit Dämmung: 0,2 W/(m²K) × 100 m² × 20 K = 400 Watt

    Unterschied zwischen U-Wert und Lambda-Wert

    Während der U-Wert die Dämmeigenschaften der gesamten Wand- oder Fensterkonstruktion beschreibt, gibt der Lambda-Wert (λ) die Wärmeleitfähigkeit eines einzelnen Dämmstoffs an. Beide Werte sind entscheidend für die Beurteilung der Wärmeisolierung: Je niedriger beide Werte, desto besser die isolierende Wirkung.

    Was beeinflusst den U-Wert?

    Der U-Wert eines Bauteils ist keine unveränderliche Größe. Mehrere Faktoren können ihn im Laufe der Zeit verschlechtern oder verbessern:

    • Feuchtigkeit: Durchfeuchtete Dämmstoffe leiten Wärme deutlich besser – der Lambda-Wert steigt, der U-Wert verschlechtert sich entsprechend.
    • Materialdicke: Eine größere Dämmstärke senkt den U-Wert direkt proportional.
    • Rohdichte und Baustoff: Schwere, dichte Materialien wie Beton haben von Natur aus hohe U-Werte; porige Materialien wie Porenbeton deutlich niedrigere.
    • Luftschichten: Ruhende Luftschichten wirken dämmend; belüftete Luftschichten verbessern den U-Wert dagegen kaum.
    • Alterung: Manche Dämmstoffe (z. B. PUR) verlieren über Jahrzehnte leicht an Dämmwirkung, wenn Treibgase entweichen.

    U-Wert-Wand, U-Wert-Dach und U-Wert-Fenster: Die wichtigsten Bauteile im Vergleich

    Der U-Wert eines Bauteils hängt maßgeblich von seiner Dicke sowie dem verwendeten Baustoff ab. So erreicht eine einfache Außenwand aus Beton (25 cm) lediglich einen U-Wert von 3,3 W/(m²K), während eine Massivholzwand (20,5 cm) mit einem U-Wert von 0,5 W/(m²K) deutlich weniger Wärmeverlust zulässt. Um den Wärmeverlust bei Beton- oder Ziegelwänden zu verringern, ist demzufolge eine nachträgliche Dämmung notwendig.

    Bauteil Dicke U-Wert in W/(m²K)
    Außenwand aus Beton 25 cm 3,3
    Außenwand aus Mauerziegeln (Vollziegel) 36,5 cm ca. 1,5
    Außenwand aus Mauerziegeln (HLZ) 24 cm ca. 1,3
    Außenwand aus Kalksandstein 24 cm ca. 1,1
    Außenwand aus Massivholz 20,5 cm 0,5
    Außenwand aus Porenbeton 40 cm 0,2
    Einfachfenster 5,9
    Doppelfenster (2-fach-Verglasung) 3,0
    Fenster mit Wärmeschutzverglasung (2-fach WSG) 1,3
    Fenster mit Wärmeschutzverglasung (3-fach WSG) 0,7–0,9
    Ungedämmtes Steildach 2,0–4,0
    Gedämmtes Dach (moderne Standards) 0,14–0,20

    U-Wert bei Fenstern: Ug, Uf und Uw erklärt

    Bei Fenstern setzt sich der Gesamt-U-Wert (Uw = window) aus mehreren Komponenten zusammen, die Sie beim Fensterkauf kennen sollten:

    • Ug (glazing): Wärmedurchgangskoeffizient der Verglasung allein – der entscheidende Wert für die Scheibe.
    • Uf (frame): Wärmedurchgangskoeffizient des Rahmens. Gut gedämmte Kunststoff- oder Holzrahmen erreichen Uf-Werte von 1,0–1,4 W/(m²K).
    • ψg (Randverbund / warme Kante): Wärmebrückenverlustkoeffizient am Glasrand. Moderne „warme Kanten" aus Kunststoff oder Edelstahl reduzieren Wärmeverluste gegenüber klassischen Aluminiumabstandhaltern deutlich.
    • Uw (window): Der Gesamtwert des eingebauten Fensters – berechnet aus Ug, Uf und ψg nach DIN EN 673.

    Nicht nur die Verglasung, sondern auch der Fensterrahmen hat großen Einfluss auf den U-Wert. Moderne Fenster kombinieren daher hochwertige Verglasungen mit gut gedämmten Rahmen, um optimale Dämmwerte zu erreichen.

    Fenstertyp Ug-Wert (Verglasung) Typischer Uw-Wert (Gesamtfenster)
    Einfachverglasung 5,9 W/(m²K) ca. 5,0 W/(m²K)
    2-fach-Wärmeschutzverglasung 1,0–1,1 W/(m²K) ca. 1,2–1,4 W/(m²K)
    3-fach-Wärmeschutzverglasung 0,5–0,7 W/(m²K) ca. 0,7–0,9 W/(m²K)
    Passivhausfenster (3-fach) ≤ 0,5 W/(m²K) ≤ 0,8 W/(m²K)

    Checkmark

    Experten-Hinweis: Ungedämmte Bauteile verursachen nicht nur hohe Heizkosten, sondern bergen auch ein erhöhtes Risiko für Wärmebrücken. An diesen Stellen weist die Wandoberfläche im Innenraum eine besonders niedrige Temperatur auf. Trifft warme Raumluft auf diese kalten Flächen, kann sich Kondenswasser bilden – ein idealer Nährboden für Schimmel. Ein hoher U-Wert bedeutet also nicht nur höhere Heizrechnung, sondern kann die Bausubstanz langfristig schädigen.

    U-Wert von Dämmstoffen im Vergleich

    Die Wahl des richtigen Dämmstoffs hat großen Einfluss auf den U-Wert, der mit einer Dämmung erreicht werden kann. Um beispielsweise den gesetzlich vorgeschriebenen U-Wert von 0,24 W/(m²K) für eine Außenwand zu erreichen, wird je nach Material eine unterschiedliche Dämmstärke benötigt. Bei der Wärmedämmung einer Außenwand reicht diese von 12 bis 16 cm für synthetische Dämmstoffe wie Polystyrol bis hin zu 20+ cm bei natürlichen Materialien wie Holzfaser oder Hanf.

    U-Wert-Tabelle: Dämmstoffvergleich für Außenwände (Wärmedurchgangskoeffizient)

    Dämmstoff Benötigte Dicke für U-Wert 0,24 W/(m²K) Lambda-Wert λ
    Polystyrol (EPS) 14–16 cm 0,035–0,040
    Polyurethan (PUR/PIR) 12–14 cm 0,025–0,030
    Mineralwolle 16–18 cm 0,035–0,040
    Holzfaserdämmung 20–22 cm 0,040–0,050
    Hanfdämmung 20–24 cm 0,040–0,045
    Zellulosedämmung 18–20 cm 0,038–0,042

    Dämmstärke berechnen: Formel für die optimale Dämmdicke

    Wenn Sie wissen möchten, wie stark Ihre Dämmung sein muss, um einen bestimmten Ziel-U-Wert zu erreichen, können Sie die benötigte Dämmstärke mit folgender vereinfachter Formel berechnen:

    Formel: dDämmung = λ × (1/UZiel − 1/Uaktuell)

    Beispiel: Eine Ziegelwand hat einen aktuellen U-Wert von 1,5 W/(m²K). Ziel-U-Wert: 0,24 W/(m²K). Gewählter Dämmstoff: Mineralwolle mit λ = 0,035 W/(mK). Dann gilt: d = 0,035 × (1/0,24 − 1/1,5) = 0,035 × (4,17 − 0,67) = 0,035 × 3,50 = ca. 12,3 cm. In der Praxis wird auf 14–16 cm aufgerundet, um Toleranzen und Wärmebrücken auszugleichen.

    Optimale Dämmeigenschaften finden

    Bei der Dämmstoffauswahl sollten Sie nicht nur den U-Wert, sondern auch weitere Faktoren berücksichtigen:

    • Brandschutz: Mineralwolle ist nicht brennbar (Klasse A1)
    • Schallschutz: Natürliche Dämmstoffe bieten oft bessere Schalldämmung
    • Nachhaltigkeit: Holzfaser und Hanf punkten mit Umweltfreundlichkeit
    • Feuchtigkeitsverhalten: Wichtig für die Wärmeisolierung im Altbau
    Dicke von Dämmstoffen um einen U-Wert von 0,24 zu erreichen

    Enter: Ihr Partner für die optimale U-Wert-Dämmung

    Als Deutschlands größter Energieberater unterstützt Enter Sie bei der Planung Ihrer Dämmung und achtet dabei besonders auf die Einhaltung der geforderten Wärmedurchgangskoeffizienten. In einer kostenlosen digitalen Beratung helfen wir Ihnen, die beste Lösung für Ihre Sanierung zu finden. Dabei berücksichtigen wir:

    • Gebäudespezifische Anforderungen für optimale Dämmeigenschaften
    • Einhaltung aller U-Wert-Vorgaben für maximale Förderung
    • Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Dämmvarianten
    • Langfristige Energieeinsparungen durch die richtige Materialwahl

    So erhalten Sie die bestmögliche Wärmeisolierung für Ihr Gebäude und sichern sich die maximale Fördersumme.

    Gesetzliche U-Wert-Vorgaben: Was schreibt das Gebäudemodernisierungsgesetz vor?

    Das seit dem 29. Juli 2026 geltende Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) – der Nachfolger des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) – definiert konkrete Mindestanforderungen für Wärmedurchgangskoeffizienten, die bei jeder Sanierung zwingend eingehalten werden müssen. Die U-Wert-Anforderungen selbst sind dabei unverändert geblieben. Diese U-Wert-Tabelle zeigt alle wichtigen Grenzwerte:

    GModG U-Wert-Tabelle: Mindestanforderungen für Sanierungen

    Bauteil Maximaler U-Wert in W/(m²K)
    Außenwand 0,24
    Dach 0,24
    Oberste Geschossdecke 0,24
    Flachdach 0,20
    Fenster 1,30
    Dachflächenfenster 1,40
    Kellerdecke (gegen unbeheizte Räume) 0,30
    Kellerwände (gegen Erdreich) 0,30

    Wann gelten diese U-Wert-Vorgaben?

    Die GModG-Anforderungen greifen bei verschiedenen Sanierungsmaßnahmen:

    • Vollständige Erneuerung eines Bauteils (z. B. neue Außenwand)
    • Erneuerung von mehr als 10 % der Bauteilfläche
    • Änderung der Nutzung von Gebäudeteilen
    • Erstmalige Beheizung bisher unbeheizter Bereiche

    Gut zu wissen: Alle in der Tabelle aufgeführten Werte gelten für die Sanierung bestehender Gebäude; für Neubauten gelten größtenteils strengere Grenzwerte. Ebenso gibt es Ausnahmen und angepasste Vorgaben für denkmalgeschützte Gebäude.

    U-Wert als Voraussetzung für die BEG-Förderung: Zuschuss sichern

    Die Dämmung von Dach, Fassade und Co. wird durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit einem Basiszuschuss von 15 % der förderfähigen Kosten bezuschusst. Wer zusätzlich einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) vorlegt und förderfähige Kosten von mehr als 30.000 € nachweist, kann auf bis zu 20 % kommen – der iSFP-Bonus von 5 % wird dabei nur auf den Betrag über der 30.000-€-Schwelle gewährt. Damit die Förderung durch das BAFA ausgezahlt wird, müssen U-Werte erreicht werden, die nochmals unter den Vorgaben des GModG liegen:

    U-Wert-Tabelle: BEG-Fördervoraussetzungen

    Bauteil Maximaler U-Wert für BEG-Förderung in W/(m²K) GModG-Mindestanforderung in W/(m²K)
    Außenwand 0,20 0,24
    Dach/Dachschrägen 0,14 0,24
    Oberste Geschossdecke 0,14 0,24
    Flachdach 0,14 0,20
    Fenster 0,95 1,30
    Dachflächenfenster 1,00 1,40
    Kellerdecke 0,25 0,30

    Warum sich die strengeren U-Werte lohnen

    • Höhere Energieeinsparungen: Bessere Wärmedurchgangskoeffizienten bedeuten geringere Heizkosten und mehr Wohnkomfort.
    • Staatliche Basisförderung: 15 % Zuschuss auf die förderfähigen Kosten über das BAFA.
    • Zusätzlicher iSFP-Bonus: Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan erhalten Sie 5 % Extra-Förderung auf den Anteil der förderfähigen Kosten, der 30.000 € übersteigt.
    • Steuerliche Alternative: Wer keine BEG-Förderung beantragt, kann Sanierungskosten nach § 35c EStG steuerlich absetzen – 20 % über drei Jahre, maximal 40.000 € pro Objekt.
    Steinwolle wird von innen zur Dämmung eingebracht um den U-Wert zu verbessern

    Fazit: Je niedriger der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient), desto höher die Energieeinsparung

    Der U-Wert bzw. Wärmedurchgangskoeffizient ist eine der wichtigsten Kennzahlen bei der energetischen Sanierung. Er gibt an, wie viel Wärme durch das Dach, die Fassade oder andere Bauteile verloren geht, und ist damit ein direkter Indikator für die Qualität der Wärmedämmung im Haus. Als Hausbesitzer können Sie sich dabei ganz einfach Folgendes merken: Je niedriger der U-Wert, desto weniger Energie geht verloren und desto geringer fallen die Heizkosten aus.

    Enter – Deutschlands größter Energieberater – unterstützt Sie mit einer kostenlosen digitalen Beratung bei der optimalen Planung Ihrer Dämmung und hilft Ihnen, die maximal mögliche Förderung zu sichern. Dabei stellen wir von Beginn an sicher, dass Sie alle vorgeschriebenen U-Werte einhalten.

    Vorteile mit Enter: Ihr Experte für optimale U-Werte und maximale Förderung

    • Deutschlands größter Energieberater mit 37.000+ erfolgreichen Projekten
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    FAQ

    Was ist ein guter U-Wert für Dämmung?

    Für einen guten U-Wert können sich Hausbesitzer an den Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) orientieren. Für Außenwände schreibt dieses einen U-Wert von maximal 0,24 W/(m²K) vor – das ist die gesetzliche Pflichtgrenze bei der Sanierung. Für die BEG-Förderung wird ein strengerer Wert von 0,20 W/(m²K) gefordert; für Dächer liegt die Fördergrenze idealerweise unter 0,14 W/(m²K). Grundsätzlich gilt: je niedriger der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient), desto besser.

    Welche Dämmung für U-Wert 0,24?

    Um den gesetzlich geforderten U-Wert von 0,24 W/(m²K) zu erreichen, können verschiedene Dämmstoffe genutzt werden. Je nach gewähltem Material benötigen Sie dabei eine Dämmung mit folgender Dicke:

    • Polystyrol (EPS): 14–16 cm
    • Polyurethan (PUR/PIR): 12–14 cm
    • Mineralwolle: 16–18 cm
    • Holzfaserdämmung: 20–22 cm

    Welcher U-Wert ist eine Vorschrift?

    Das seit dem 29. Juli 2026 geltende Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) schreibt für die wichtigsten Bauteile folgende U-Werte vor, die bei der Sanierung im Altbau nicht überschritten werden dürfen:

    • Außenwände: 0,24 W/(m²K)
    • Dach bzw. Dachschrägen: 0,24 W/(m²K)
    • Fenster: 1,3 W/(m²K)

    Für die BEG-Förderung müssen noch niedrigere U-Werte eingehalten werden – z. B. 0,20 W/(m²K) für Außenwände und 0,14 W/(m²K) für Dächer. Die Basisförderung beträgt 15 % der förderfähigen Kosten; mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) sind bei förderfähigen Kosten über 30.000 € bis zu 20 % erreichbar. Als Deutschlands größter Energieberater unterstützt Enter Sie mit einer kostenlosen digitalen Beratung dabei, die optimale Dämmstrategie für Ihr Gebäude zu finden und die maximal mögliche Förderung zu sichern.

    Was bringt eine 10 cm Dämmung?

    Die Wirkung einer 10 cm starken Dämmung hängt maßgeblich vom verwendeten Material ab. Mit einer 10 cm dicken Polystyrol-Dämmung (EPS) erreichen Sie beispielsweise einen U-Wert von etwa 0,35 W/(m²K). Dieser Wert unterschreitet zwar die gesetzliche Pflichtgrenze von 0,24 W/(m²K) noch nicht, stellt aber bereits eine spürbare Verbesserung gegenüber einer ungedämmten Ziegelwand (U-Wert ca. 1,5 W/(m²K)) dar. Für eine Dämmwirkung, die alle gesetzlichen Vorgaben des GModG einhält und gleichzeitig BEG-förderfähig ist, empfiehlt sich eine Dämmstärke von 14 cm oder mehr.

    Wie berechne ich den U-Wert meiner Wand?

    Den U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) Ihrer Wand berechnen Sie nach folgender Formel: U = 1 / (Rsi + R1 + R2 + … + Rse). Dabei ist R der Wärmedurchlasswiderstand jeder Schicht (R = Dicke d in Metern ÷ Lambda-Wert λ). Rsi und Rse sind die normierten Wärmeübergangswiderstände (für Außenwände: Rsi = 0,13 m²K/W, Rse = 0,04 m²K/W).

    Schritt-für-Schritt-Beispiel für eine gedämmte Außenwand:

    • Vollziegel 36,5 cm: R = 0,365 / 0,79 = 0,46 m²K/W
    • Mineralwolle 14 cm: R = 0,14 / 0,035 = 4,00 m²K/W
    • Putz 1,5 cm: R = 0,015 / 0,87 = 0,02 m²K/W
    • Summe: Rsi + 0,46 + 4,00 + 0,02 + Rse = 0,13 + 4,48 + 0,04 = 4,65 m²K/W
    • U = 1 / 4,65 = 0,22 W/(m²K) → GModG-konform und BEG-förderfähig

    Was ist der Unterschied zwischen Ug, Uf und Uw bei Fenstern?

    Bei Fenstern setzt sich der Gesamt-U-Wert aus drei Teilwerten zusammen, die Sie beim Fensterkauf kennen sollten:

    • Ug (glazing): Wärmedurchgangskoeffizient der Verglasung allein. Moderne 3-fach-Verglasungen erreichen Ug-Werte von 0,5–0,7 W/(m²K).
    • Uf (frame): Wärmedurchgangskoeffizient des Rahmens. Gut gedämmte Kunststoff- oder Holzrahmen erzielen Uf-Werte von 1,0–1,4 W/(m²K).
    • Uw (window): Der Gesamtwert des eingebauten Fensters – berechnet aus Ug, Uf und dem Wärmebrückenverlustkoeffizienten ψg des Glasrandverbunds (nach DIN EN 673). Für die BEG-Förderung muss Uw ≤ 0,95 W/(m²K) erreicht werden.

    Wie beeinflusst der U-Wert die Luftfeuchtigkeit im Raum?

    Ein hoher U-Wert führt zu kalten Wandoberflächen, an denen warme Luftfeuchtigkeit kondensiert. Dies kann zu Schimmelbildung führen. Mit niedrigen U-Werten durch gute Dämmung bleiben Wandoberflächen wärmer, und die relative Luftfeuchtigkeit bleibt im optimalen Bereich von 40–60 %.

    Beispiel: Bei einer ungedämmten Außenwand (U-Wert 1,5 W/(m²K)) kann die Wandtemperatur bei 0 °C Außentemperatur auf 12 °C sinken – kritisch für die Kondensation der Raumluftfeuchte. Nach der Dämmung auf U-Wert 0,2 W/(m²K) steigt die Wandinnentemperatur unter gleichen Bedingungen auf über 18 °C – Kondensation ist damit ausgeschlossen.

    Was bedeutet Wärmemenge im Zusammenhang mit dem U-Wert?

    Die Wärmemenge beschreibt die Energie, die durch ein Bauteil verloren geht. Sie berechnet sich aus dem U-Wert, der Fläche und der Temperaturdifferenz über einen bestimmten Zeitraum.

    Formel: Wärmemenge (kWh) = U-Wert × Fläche (m²) × Temperaturdifferenz (K) × Zeit (h) ÷ 1.000

    Wie hängen U-Wert und Wärmestrom zusammen?

    Der Wärmestrom ist die Leistung, mit der Wärme durch ein Bauteil fließt, gemessen in Watt. Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt diesen Wärmestrom pro Quadratmeter und Kelvin Temperaturdifferenz an.

    Berechnung Wärmestrom: Wärmestrom (W) = U-Wert × Fläche (m²) × Temperaturdifferenz (K)

    Was ist der K-Wert?

    Bis zur Einführung der DIN EN ISO 6946 im Jahr 1996 wurde in Deutschland der K-Wert zur Beschreibung der Wärmedurchlässigkeit von Bauteilen verwendet. Beide Werte sind inhaltlich identisch:

    • K-Wert = alte deutsche Bezeichnung
    • U-Wert = aktuelle internationale Bezeichnung nach DIN EN ISO 6946 (Wärmedurchgangskoeffizient)
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